Werden jemals die Vorurteile über Unsicherheit bei Google Chrome enden?
Ich habe das Gefühl, es wird nie aufhören. Jeder sagt hier und da, Google Chrome ist unsicher und spioniert alles aus und kommt bei weitem nicht an Firefox ran usw.
Dabei ist das Gegenteil doch schon längst bewiesen: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bestätigt es.
Hier heißt es: “Google setzt bei seinem Internet-Browser Chrome in der neuesten Version 4.1 erstmals die vom BSI empfohlene kontrollierte Aktivierung von Aktiven Inhalten für Webseiten um. Im Werkzeugmenü von Google Chrome 4.1 lassen sich Aktive Inhalte für vertrauenswürdige Seiten unter „Optionen“/„Details“/„Content-Einstellungen“ jeweils einzeln konfigurieren. Auch andere Kritikpunkte des BSI an den ersten Versionen von Google Chrome wurden von den Entwicklern konstruktiv aufgenommen. Ab Chrome 4.1 kann der Nutzer das Setzen von Cookies genau überwachen und die Identifizierbarkeit des Browsers gegenüber Google durch eine eindeutige ID-Nummer entfällt.”
Was ist der Grund dafür, dass immer noch so viele Firefox nutzen und keiner was von Google und seinem Browser wissen möchte? Ich finde Google Chrome im Vergleich zu Firefox sehr gut gelungen und läuft vor allem auf langsameren Rechnern mit Windows XP viel besser. Chrome kann man auch jetzt genauso erweitern wie Firefox und wird dadurch nicht verlangsamt. Naja jedenfalls habe ich nur noch Chrome auf dem Rechner, Firefox ist für mich Geschichte.
Quelle: https://www.bsi.bund.de/cln_165/ContentBSI/Presse/Pressemitteilungen/Browser_Konfigurationsempfehlung_020310.html
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik untersteht dem Innenministerium, und damit ihm -> http://www.tonsai.de/blog-de/wp-content/uploads/Stasi2.0MotivberarbeitetfrTextildruck_B128/stasi20_textildruck6.jpg -> bzw. seinem Nachfolger
Nur keine Panik. Bei allem was mit Computer, Internet und Daten zusammehängt ist nur eines wirklich sicher: NIX is sicher. Wen wundert es. Mit jeder Windows-Variante stiegen ja schon die Codezeilen. Falls ich nicht irre waren es allein bei Vista so um die 70 Millionen. Da soll kein Murks drin sein?
► Google Chrome wird wegen angeblicher Spionage-Funktionen immer noch zu stark kritisiert, obwohl Google doch schon enorm in Sachen Daten-Schutz nachgebessert hat.
Und Sicherheits-Features in Google Chrome sind auch gut, die Erkennung von Phishing-Seiten etwa funktioniert zuverlässig.
► In PC-Welt 5/2010 steht auf Seite 55 folgendes…
>>>Schnüffel-Software Browser? Als Vermittler zwischen PC und Internet liegt bei Browsern der Verdacht nahe, dass sie unbemerkt persönliche Daten des Benutzers an ihre Hersteller schicken könnten.
Besonders gross ist diese Angst beim Testsieger Google Chrome.
Denn Google besitzt im Internet quasi das Informations-Monopol.
Tecchannel (www.tecchannel.de), eine Schwesternpublikation von PC-Welt, hat die von Chrome übertragenen Daten in einem Test überprüft.
Das Ergebnis ist beruhigend: Chrome sendet ähnliche Daten wie alle anderen Browser.
Die kommenden Chrome-Versionen 4.1 und 5 sollen noch weniger Daten an den Hersteller übertragen.
Zudem basiert Chrome auf dem Open-Source-Projekt “Chromium” (http://code.google.com/p/chromium/ ).
Das bedeutet, dass ähnlich wie bei Firefox der Quellcode des Programmgerüsts von jedem heruntergeladen und eingesehen kann.
Das macht das Einschmuggeln von Schnüffelfunktionen für Google zumindest schwierig.<<<
► Ich benutze Firefox und Google Chrome – unter anderem.
Firefox setze ich häufiger ein, da der Browser ein guter Allrounder ist (Google Chrome ist im Prinzip auch nicht schlecht, WebKit macht es schneller als Firefox) und sich perfekt per Add-ons funktional erweitern lässt.
► Für Google Chrome gibt´s auch schon recht viele Zusatz-Programme, aber bei Weitem nicht so viele wie für Firefox – und solange es die von mir gebrauchten Zusatz-Programme unter Firefox nicht für Google Chrome gibt, werde ich Chrome auch nicht als Haupt-Browser einsetzen.
► Übrigens stimmt es nicht, dass Google Chrome auf “langsameren” (beziehungsweise älteren) Rechnern schneller läuft als Firefox: Der PC-Welt-Test in der PC-Welt 5/2010 (Test-Tabelle mit relevanten Informationen auf Seite 58) beweist, dass Firefox weniger Leistung braucht als Google Chrome und somit schneller läuft.
Wenn es nach der Gewichtung der PC-Welt geht (Note bei Firefox besser als bei Google Chrome in Sachen PC-Auslastung), kann man behaupten, Firefox braucht weniger Leistung als Google Chrome.
Wenn man die prozentuale Gewichtung der einzelnen überprüften Faktoren verändert, könnte sich aber die Note im Teil-Bereich “Hardware-Anforderungen” im Test ändern.
Ein weiterer Grund ist, dass der Quellcode von Firefox Open Source ist – das bedeutet, dass jeder ihn einsehen kann. Zwar werden die wenigsten vor der Instalation erstmal den gesammten Code durchlesen und nach “Schnüffelteilen” suchen – aber gemacht wird es doch. Und wenn dort nun tatsächlich Schnüffelcode drin wäre, wäre das wohl allen Bekannt. Dem ist aber nicht so.
Ob Chrome nun Daten sammelt oder nicht – die “Open Source” Sicherheit gibt es dabei nicht.