das sind wirklich ganz schön viele Fragen – also los…
>> Unix ist die Basis für viele Bertiebssysteme?
Das stimmt.
>> Unter anderen auch für Mac OS und Linux?
Genau. Linus Torvalds hat Anfang der 1990er Jahre Linux entwickelt, da seine Unix-Version “Minix” Ihm nicht gefiel. Die Biographie von Linus Torvalds kann ich im Übrigen sehr empfehlen!
>> Auf was basiert Microsoft und gibt es ähnlichkeiten mit Mac OS oder Linux?
Windows ist ein Multikernelbetriebssystem während Mac OS X und Linux Monokernelbetriebssysteme sind. Es gibt hier Vor- und Nachteile, jedoch hat bin Ich der Meinung, dass viele Viren und Probleme der Anwender mit Windows auf sein Multikerneldasein zurück zu führen sind. Microsoft Windows basierte ursprünglich auf Microsoft DOS. Heute schleppt es noch ein paar Altlasten mit sich herum, aber nicht mehr lange. Ähnlichkeiten – von der Technik her – hat Windows weder mit Linux noch mit Mac OS X oder den alten Mac OS Versionen, die noch auf Power PC Architektur liefen.
>> Warum ist Linux nie wirklich der Durchbruch gelungen [...]
Das ist falsch. Es gibt auf der Welt um Längen mehr Linux-Installationen als Windows Installation. Allein den Servermarkt haben Linux-Systeme komplett übernommen. Gleichzeitig sind Linux-Derivate wie Android derzeit dabei massive Marktanteile zu gewinnen. Im Netzwerkrouter-Bereich ist Linux derzeit auch auf dem Vormarsch. Microsoft hat noch nie so viele Marktanteile im Internet-Server Bereich gehabt, wie Unix und unixoide Systeme dies schon immer hatten. Eine Übersicht über alle verfügbaren Linux-Distributionen findest Du hier: http://distrowatch.com/
>> Inwiefern basiert Android auf Linux und welche Vorteile hat das?
Android basiert auf dem Linux-Kernel (also dem eigentlichen Betriebssystemkern). Häufig verwechseln Menschen Linux mit der jeweiligen Distribution (z.B. Ubuntu oder OpenSUSE). Linux bezeichnet jedoch nur den Betriebssystemkern. Die Vorteile von Linux gegenüber Windows sind…
1. Präemptibles Multitasking (Anwendung können angehalten werden)
2. Sehr hoche Sicherheit durch die Benutzerstruktur
(Normalbenutzer sind strikt von Root-Benutzern getrennt, wodurch Viren keine Chance haben)
3. Stabilere TCP/IP Implementierung (Bessere Netzwerkauslastung und -steuerung)
4. Viren sind aufgrund der Komplexität und unterschiedlichen Architekturen nur schwer für Linux zu programmieren
und, und, und … Es gibt Millionen Gründe
>> Warum, obwohl Xerox mit GUI (auf dem ja Mac OS eigentlich basiert) das erste grafische
>> Betriebssystem auf den Markt brachte und Apple mit dem Apple II den ersten kommerziell
>> erfolgreichen PC auf den Markt brachte, hat heute Microsoft quasi ein Monopol am PC-Markt?
Microsoft wusste schon immer, was Software-Entwickler bzw. Programmierer wollten und hat Ihnen Werkzeuge und Informationen angeboten, mit welchen es möglich war und ist kostenfrei Programme zu programmieren und für Windows anzubieten. Microsoft’s Erfolg baut auf den Schultern der Programmierer, weswegen Microsoft auch heute noch seine Programmierwerkzeuge kostenfrei zum Download anbietet. Mehr Informationen hierzu findest Du in meinem Blog: http://www.kammerath.net/programmieren-lernen.html
Die Vielzahl der Computerprogramm, die dadurch für Windows entstanden, führte dazu, dass Benutzer primär Windows verwendeten, da es hierfür die meisten Programme gab und immer noch gibt. Linux und Mac OS holen aber derzeit auf…
Viele Grüße,
Jan
I******freund Said:
Man kann nicht sagen, daß LINUX der Durchbruch nicht gelungen ist … im Servermarkt ist LINUX führend.
UNIX war einfach zu teuer – ich hatte mal ein SCO-Unix, das hat 5000 DM gekostet.
Android kenne ich nicht.
Mit Mac habe ich nur einmal 1982 kurz gespielt – kann ich nix zu sagen.
Apple II auch nicht. Es gab damals noch andere kommerziell erfolgreiche PC´s.
Der damals wichtigste Softwareladen war Digital Research — die haben aber den Umstieg auf 16 Bit verschlafen. Damals lebte die Computerindustrie von der Offenheit der Produkte, so daß jeder für die Computer Software entwickeln konnte. Als Apple geärgert von Taiwanesischen Nachbauten den Macintosch dicht machte, außerdem einen zu teueren Speicher anbot, um mit dem Ding sinvoll arbeiten zu können, von da an führte Apple nur noch ein Nischendasein. Zumal IBM einen offenen Rechner mit Microsoft Betriebssystem PC-DOS anbot. Von da an war eigentlich nur noch die Frage, wie compatibel ist der Rechner oder läuft der MS-Flugsimulator.
Die UNIX Rechner waren eine andere Welt — so die 100000 DM-Klasse.
Mit MS-DOS hatte Microsoft faktisch ein Monopol auf dem PC-Markt, weil es mit der Einführung des PC-AT leistungsstarke PCs gab, um eine grafische Benutzeroberfläche zu installieren. Mit Windows 3.0 war dann lange Zeit nichts mehr da, was preislich konkurenzfähig war.
JayBee_XXL Said:
Den Ausführungen von “Jan Kammerath” ist hier wohl nichts mehr hinzu zu fügen. Im Übrigen ist es auch so, dass sich Linux ständig weiter entwickelt und es wird in der Tat von Edition zu Edition besser. Das kann insbesondere bei den Ubuntu – Distributionen beobachtet werden. Was also noch nicht ist, kann durchaus noch werden! Eine der Hauptgründe warum z. B. Windows immer noch das am weitest verbreitetste Betriebssystem ist ist auch der, dass beim Neukauf eines PCs Windows immer noch mit auf den neuen Rechner drauf gepackt wird. Diese Art der PC – Subventionierung kann sich natürlich nur ein riesen Konzern wie Microsoft leisten, die dann auch gleich die entsprechenden langfristigen Verträge mit den Hardware- und PC – Herstellern abschließen kann. Hier kann man dann auch schon durchaus von Kartell ähnlichen Strukturen sprechen. Die kleinen Softwareschmieden, die Linux als OpenSource entwickeln, können da natürlich nicht mthalten!
Font-Peter Said:
Da hast du ja fast diekomplette PC-Geschichte in nur eine Frage gepackt. Ich habe versucht, dieAntwort hier zu schreiben, dabei kam aber viel zu viel Text heraus, also gibt es meine Antwort statt dessen hier: http://www.peter-wiegel.de/warumNichtLinux.pdf
Ach so: Apples erstesgrafisches OS kan micht mit dem Apple II, sondern mit dem Lisa
Hallo Paulsn,
das sind wirklich ganz schön viele Fragen – also los…
>> Unix ist die Basis für viele Bertiebssysteme?
Das stimmt.
>> Unter anderen auch für Mac OS und Linux?
Genau. Linus Torvalds hat Anfang der 1990er Jahre Linux entwickelt, da seine Unix-Version “Minix” Ihm nicht gefiel. Die Biographie von Linus Torvalds kann ich im Übrigen sehr empfehlen!
>> Was bedeutet eigentlich Unix oder GNU?
Informationen zum Namen Unix findest Du bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Unix#Der_Name_Unix
GNU ist ein rekursives Akronym. Informationen hierzu ebenfalls bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/GNU
>> Auf was basiert Microsoft und gibt es ähnlichkeiten mit Mac OS oder Linux?
Windows ist ein Multikernelbetriebssystem während Mac OS X und Linux Monokernelbetriebssysteme sind. Es gibt hier Vor- und Nachteile, jedoch hat bin Ich der Meinung, dass viele Viren und Probleme der Anwender mit Windows auf sein Multikerneldasein zurück zu führen sind. Microsoft Windows basierte ursprünglich auf Microsoft DOS. Heute schleppt es noch ein paar Altlasten mit sich herum, aber nicht mehr lange. Ähnlichkeiten – von der Technik her – hat Windows weder mit Linux noch mit Mac OS X oder den alten Mac OS Versionen, die noch auf Power PC Architektur liefen.
>> Warum ist Linux nie wirklich der Durchbruch gelungen [...]
Das ist falsch. Es gibt auf der Welt um Längen mehr Linux-Installationen als Windows Installation. Allein den Servermarkt haben Linux-Systeme komplett übernommen. Gleichzeitig sind Linux-Derivate wie Android derzeit dabei massive Marktanteile zu gewinnen. Im Netzwerkrouter-Bereich ist Linux derzeit auch auf dem Vormarsch. Microsoft hat noch nie so viele Marktanteile im Internet-Server Bereich gehabt, wie Unix und unixoide Systeme dies schon immer hatten. Eine Übersicht über alle verfügbaren Linux-Distributionen findest Du hier: http://distrowatch.com/
>> Inwiefern basiert Android auf Linux und welche Vorteile hat das?
Android basiert auf dem Linux-Kernel (also dem eigentlichen Betriebssystemkern). Häufig verwechseln Menschen Linux mit der jeweiligen Distribution (z.B. Ubuntu oder OpenSUSE). Linux bezeichnet jedoch nur den Betriebssystemkern. Die Vorteile von Linux gegenüber Windows sind…
1. Präemptibles Multitasking (Anwendung können angehalten werden)
2. Sehr hoche Sicherheit durch die Benutzerstruktur
(Normalbenutzer sind strikt von Root-Benutzern getrennt, wodurch Viren keine Chance haben)
3. Stabilere TCP/IP Implementierung (Bessere Netzwerkauslastung und -steuerung)
4. Viren sind aufgrund der Komplexität und unterschiedlichen Architekturen nur schwer für Linux zu programmieren
und, und, und … Es gibt Millionen Gründe
>> Warum, obwohl Xerox mit GUI (auf dem ja Mac OS eigentlich basiert) das erste grafische
>> Betriebssystem auf den Markt brachte und Apple mit dem Apple II den ersten kommerziell
>> erfolgreichen PC auf den Markt brachte, hat heute Microsoft quasi ein Monopol am PC-Markt?
Microsoft wusste schon immer, was Software-Entwickler bzw. Programmierer wollten und hat Ihnen Werkzeuge und Informationen angeboten, mit welchen es möglich war und ist kostenfrei Programme zu programmieren und für Windows anzubieten. Microsoft’s Erfolg baut auf den Schultern der Programmierer, weswegen Microsoft auch heute noch seine Programmierwerkzeuge kostenfrei zum Download anbietet. Mehr Informationen hierzu findest Du in meinem Blog:
http://www.kammerath.net/programmieren-lernen.html
Die Vielzahl der Computerprogramm, die dadurch für Windows entstanden, führte dazu, dass Benutzer primär Windows verwendeten, da es hierfür die meisten Programme gab und immer noch gibt. Linux und Mac OS holen aber derzeit auf…
Viele Grüße,
Jan
Man kann nicht sagen, daß LINUX der Durchbruch nicht gelungen ist … im Servermarkt ist LINUX führend.
UNIX war einfach zu teuer – ich hatte mal ein SCO-Unix, das hat 5000 DM gekostet.
Android kenne ich nicht.
Mit Mac habe ich nur einmal 1982 kurz gespielt – kann ich nix zu sagen.
Apple II auch nicht. Es gab damals noch andere kommerziell erfolgreiche PC´s.
Der damals wichtigste Softwareladen war Digital Research — die haben aber den Umstieg auf 16 Bit verschlafen. Damals lebte die Computerindustrie von der Offenheit der Produkte, so daß jeder für die Computer Software entwickeln konnte. Als Apple geärgert von Taiwanesischen Nachbauten den Macintosch dicht machte, außerdem einen zu teueren Speicher anbot, um mit dem Ding sinvoll arbeiten zu können, von da an führte Apple nur noch ein Nischendasein. Zumal IBM einen offenen Rechner mit Microsoft Betriebssystem PC-DOS anbot. Von da an war eigentlich nur noch die Frage, wie compatibel ist der Rechner oder läuft der MS-Flugsimulator.
Die UNIX Rechner waren eine andere Welt — so die 100000 DM-Klasse.
Mit MS-DOS hatte Microsoft faktisch ein Monopol auf dem PC-Markt, weil es mit der Einführung des PC-AT leistungsstarke PCs gab, um eine grafische Benutzeroberfläche zu installieren. Mit Windows 3.0 war dann lange Zeit nichts mehr da, was preislich konkurenzfähig war.
Den Ausführungen von “Jan Kammerath” ist hier wohl nichts mehr hinzu zu fügen. Im Übrigen ist es auch so, dass sich Linux ständig weiter entwickelt und es wird in der Tat von Edition zu Edition besser. Das kann insbesondere bei den Ubuntu – Distributionen beobachtet werden. Was also noch nicht ist, kann durchaus noch werden! Eine der Hauptgründe warum z. B. Windows immer noch das am weitest verbreitetste Betriebssystem ist ist auch der, dass beim Neukauf eines PCs Windows immer noch mit auf den neuen Rechner drauf gepackt wird. Diese Art der PC – Subventionierung kann sich natürlich nur ein riesen Konzern wie Microsoft leisten, die dann auch gleich die entsprechenden langfristigen Verträge mit den Hardware- und PC – Herstellern abschließen kann. Hier kann man dann auch schon durchaus von Kartell ähnlichen Strukturen sprechen. Die kleinen Softwareschmieden, die Linux als OpenSource entwickeln, können da natürlich nicht mthalten!
Da hast du ja fast diekomplette PC-Geschichte in nur eine Frage gepackt. Ich habe versucht, dieAntwort hier zu schreiben, dabei kam aber viel zu viel Text heraus, also gibt es meine Antwort statt dessen hier:
http://www.peter-wiegel.de/warumNichtLinux.pdf
Ach so: Apples erstesgrafisches OS kan micht mit dem Apple II, sondern mit dem Lisa