Was ist ein? In gewerblichen Geb

Wenn jemand schie

2 Responses

  1. Zwischen 50 und 150 Euro, und Prozente, wenn die Zeitung das Foto weiter verkauft. Ich hab’ mal für eine kleine örtliche Tageszeitung gearbeitet; wir bezahlten für “gewöhnliche” Fotos 60 Euro (120 Westmark), für außergewöhnliche auch schon mal 300 Deutschmark oder 350. Die mussten dann aber wirklich gut sein. Ein besoffener Lokalpolitiker, den eh keiner mag, beim Karnevalsfest zum Beispiel. Die wurden nicht immer gedruckt; manche liegen heute noch im “Giftschrank”. So nennt man bei der Zeitung das Fotoarchiv, über das sich die Redaktion totlacht, aber sagt, “nee, das können wir nicht bringen”.

    Ich hab’ die Fotografen immer ein wenig beneidet, denn als Schreiber bekam ich deutlich weniger Geld für mehr Arbeit.


    @grafcice, was ich bekommen habe, sind übliche Honorare für Freiberufler. Du musst bedenken, dass da noch Steuern abgehen. Ich kann Dir aber jetzt nicht sagen, wie hoch die Auflage der Zeitung wirklich war, das können so um die 60.000 oder auch 80.000 gewesen sein. Ich weiß es nicht, und das ist mir auch egal, denn ich verlange für meine Arbeit mein Geld, und wer das nicht bezahlen will, soll’s eben lassen. Nix für ungut, aber wenn Du Dich für Tarif verkaufst, machst Du was falsch.

  2. Was Alwin als Honorar gekriegt hat, auch noch bei einer kleinen Lokalzeitung, ist absolut unüblich. Das liegt sogar über den empfohlenen Tarifen vom DJV – und die sind, weil Gewerkschaft, schon hoch gegriffen.

    Tariflich stünden Dir 43,50 Euro zu, so die Empfehlung. Es gibt aber genügend Zeitungen, die selbst bei über 100 000 Auflage für ein Bild im Mantel nur 30 Euro bezahlen. Auf diese Größenordnung solltest Du Dich einstellen. Ich weiß wovon ich rede, habe schon Bilder in mehr als 20 Zeitungen veröffentlicht (obwohl eigentlich Schreiber). Alles was darüber hinaus geht, ist ein Bonus. Sorry, aber das sind die Realitäten.

    @alwin: Klar, Du bist der einzige Freiberufler in diesem Land, der es schafft, die Redaktionen von Deinen Vorstellungen zu überzegen. Wo lebst Du? Seit Jahrzehnten diskutieren die Berufsverbände darüber, dass im Journalismus nicht einmal die empfohlenen Tarife bezahlt werden. Deshalb sind wir ja alle noch anderweit tätig. Ich kenne genügend freie Profi-Fotografen, die machen mehr als fünf Termine täglich, um auf 150 Euro Tagessatz zu kommen. Wir reden hier von Lokaljournalismus, da ist das völlig Normal.

    “Realistischer – aber oft nicht durchsetzbar – sind die Honorarempfehlungen der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing” heißt es beispielsweise auf der Verdi-Seite – und die geht bei einer Auflage von 25 000 von 45 Euro pro Bild aus. Als Seitenaufmacher 65 Euro.
    http://www.mediafon.net/empfehlungen_tarife.php3
    Es ist freilich Dein gutes Recht, für dieses Geld nicht zu arbeiten. Aber ich wollte für den Fragesteller einfach ein realistisches Bild zeichnen – und keine Luftschlösser verkaufen.

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